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Aussteller & Sponsoren 2015

 
 
 
 
 
 
 

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3. Symposium Elektrische Antriebe

8. Oktober 2015, Mövenpick Hotel Airport Stuttgart

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Vielen Dank an alle Teilnehmer, Referenten, Aussteller und Sponsoren!


Am 8. Oktober fand bereits das 3. Symposium Elektrische Antriebe statt, dieses Mal in Stuttgart. In zwei parallelen Sessions konnten sich die Teilnehmer von Industrieexperten über die relevanten Entwicklungen rund um die Antriebstechnik informieren.

In der Session „Halbleiter für die Motorsteuerungen und Leistungsstufe“ wurde beispielsweise an konkreten Beispielen aufgezeigt, wie sich mit SiC im Vergleich zu Si der Wirkungsgrad des Antriebs erhöhen lässt. Darüber hinaus ging es um Weiterentwicklungen in der Gehäusetechnik und um die Frage, wie Entwickler auf Grundlage von Datenblättern zu Leistungshalbleiter und Treiber die erforderliche Totzeit ermitteln können. Auf der Logikseite zeigten sowohl FPGA- als auch Mikrocontroller/Mikroprozessorhersteller, wie sich mit ihren Halbleitern relativ problemlos die Antriebssteuerung realisieren lässt, dabei wurden auch Mehrachsenantriebe durchdiskutiert, sowie Fragen hinsichtlich der Netzanbindung und der Sicherheit diskutiert.

In der Session „Motoren und Umrichter“ spielte die Energieeffizienz eine wichtige Rolle, immerhin entfallen rund 70 Prozent der Stromkosten in der Industrie auf den Betrieb von Elektromotoren und elektromotorischen Systemenden. Diverse Vorträge widmeten sich der Frage, wie sich die optimale Kombination von Motor und Umrichter finden lässt. Antworten hierauf lieferte beispielsweise Michael Burghardt von Danfoss, indem er zunächst die heute am Markt gängigen Motortechnologien erläuterte und den Zuhörern jeweils deren Vor- und Nachteile aufzeigte. Ein wichtiges Thema in diesem Kontext war zudem die neue EN 50598-2 ein: Mit dieser Norm gibt es zur Einschätzung der Wirkungsgrade von Umrichtern und Umrichter/Motor-Systemen seit kurzem ein Bewertungssystem, das analog zu den IE-Klassen für Motoren eine Abschätzung der tatsächlichen Energieeffizienz ermöglicht.

Neben den Motortechnologien selbst ging es im Symposium speziell auch um das Thema Regelungstechnik. Fred Donabauer von ABB etwa schilderte in seinem Vortrag, was sich hinter dem Verfahren „Direct Tourque Control“ verbirgt und welchen Beitrag zur Energieeinsparung dieses Verfahren unter anderem in Kombination mit Permanentmagnet-Synchronmotoren, High-Torque-Motoren und insbesondere Synchronreluktanzmotoren leisten kann.

Wo angetrieben wird, muss auch gebremst werden. Die dabei frei werdende generatorische Energie wird heute üblicherweise über Bremswiderstände „verheizt“ und geht somit verloren. Das muss nicht sein, wie Joachim Sinner von der Michael Koch GmbH in seinem Vortrag ‚Energiemanagement für Drive Controller‘ erläuterte. Die Alternativen: Rückspeisung ins Netz oder netzunabhängige Zwischenspeicherung. Nach der Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ansätze ging der Referent im Detail auf die Möglichkeiten einer aktiven Erweiterung der Gleichstromzwischenkreiskapazität ein, wobei "aktiv" eine klare Trennung der Spannungsebene durch Leistungselektronik bedeutet. Ohne Auswirkungen auf das Netz kann mit einer solchen Lösung bis zur Hälfte der elektrischen Energie eingespart werden – so sein Credo.

Energieeffizienz ist wichtig, aber nicht alles: Dieser Erkenntnis Rechnung tragend, streifte das die Veranstaltung in Stuttgart nicht zuletzt das Thema Funktionale Sicherheit beziehungsweise die vielfältigen Möglichkeiten zur sicheren Drehzahlüberwachung. Grundlegend kann zwischen zwei Konzepten zur Überwachung der Drehzahl eines Antriebs unterschieden werden: Der Drehzahlwächter ist im Antrieb integriert oder die Drehzahl wird über einen externen Drehzahlwächter überwacht. Für die externe Drehzahlüberwachung können Anwender wiederum aus unterschiedlichen Sensoren/Gebern und Auswerteeinheiten wählen. Nach welchen Kriterien der Maschinen- und Anlagenbauer letztlich die für ihn ideale Lösung auswählen sollte, erfuhren die Tagungs-Teilnehmer von Johanna Schüßler, Safety-Expertin bei der Firma Bihl+Wiedemann.


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